Guide
Webflow

Von WordPress zu Webflow wechseln: Was Unternehmen vor der Migration wissen sollten

Zusammenfassung

Viele Unternehmen, die heute zu Webflow wechseln, kommen von WordPress. Meistens wollen sie weniger Aufwand mit Updates und mehr Freiheit, ihre Inhalte selbst zu pflegen, und weil Sicherheitslücken und Angriffe auf Websites immer häufiger werden, spielt auch die Sicherheit eine größere Rolle. In diesem Beitrag zeige ich, welche Motive hinter einem Wechsel stehen, welche Bedenken vorher auftauchen und wie eine Migration abläuft. Außerdem erfährst Du, was aus Deinen Plugins wird, warum sich der Wechsel für eine Überarbeitung von Struktur und Inhalten anbietet und mit welchem Zeit- und Kostenrahmen Du rechnen kannst.

Ein großer Teil meiner Projekte beginnt mit einer WordPress-Website. Die Unternehmen sind mit ihrem Auftritt oft gar nicht unzufrieden, aber mit dem, was dahinter passiert: Plugins, die regelmäßig aktualisiert werden wollen, Änderungen, für die jedes Mal eine Agentur nötig ist, und ein ungutes Gefühl, wenn wieder eine Sicherheitslücke durch die Nachrichten geht.

‍

So war es auch bei der Viandi Travel Group aus Baden-Baden und bei der Zürcher Agentur m&. Beide Websites liefen vorher auf WordPress, und beide Unternehmen haben sich bewusst für Webflow entschieden, allerdings aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichem Umfang. Auf diese beiden Beispiele komme ich im Beitrag noch zurück.

‍

Bevor es um den Ablauf geht, lohnt sich ein Blick auf die Gründe, denn sie entscheiden darüber, wie eine Migration geplant wird.

‍

‍

Warum Unternehmen von WordPress zu Webflow wechseln

‍

Weniger Wartung und kalkulierbare Kosten

WordPress selbst kostet nichts, eine WordPress-Website im Betrieb aber schon. In meiner Gegenüberstellung der laufenden Kosten kommen für Hosting, Premium-Plugins sowie Wartung und Updates zwischen 35 und 145 Euro im Monat zusammen. Bei Webflow sind Hosting, Sicherheit und Updates im Plan enthalten, der für eine Unternehmenswebsite bei rund 23 Euro im Monat liegt. Einen Wartungsvertrag brauchst Du deshalb nicht, weil es keine Updates gibt, die jemand einspielen müsste.

‍

Mehr Sicherheit durch weniger Angriffsfläche

Im Oktober 2026 hat die PHP-Sicherheitslücke PHP2Shell gezeigt, wie viele Stellen bei einer WordPress-Website abgesichert werden müssen. PHP, WordPress selbst, das Theme und jedes Plugin bekommen ihre Updates aus unterschiedlichen Quellen, und nach Zahlen von Patchstack steckten 2025 rund 91 Prozent der gemeldeten Lücken in Plugins. Webflow kommt ohne diese Schichten aus und schließt Sicherheitslücken zentral für alle Websites. Ganz ohne Risiko ist das nicht, aber die häufigsten Einfallstore fallen weg.

‍

Inhalte selbst pflegen, ohne etwas kaputt zu machen

Für viele Marketing-Teams ist das der Grund, der im Alltag am meisten zählt. In der Webflow-Oberfläche pflegen sie Texte, Bilder und Blogbeiträge selbst und bauen neue Seiten aus vorbereiteten Bausteinen zusammen, ohne dabei versehentlich das Design zu verändern. Nach der Einarbeitung erlebe ich regelmäßig, dass Teams, die vorher für jede Änderung eine Anfrage stellen mussten, nach wenigen Stunden eigenständig arbeiten.

‍

Weniger Plugins, mehr eingebaute Funktionen

Bei Viandi war genau das ein wichtiger Punkt. Das Unternehmen wollte flexibler in der Pflege werden, Landingpages selbst anlegen und seine Anfragen direkt ins CRM übertragen, ohne dafür eine Reihe von Plugins zu stapeln. In Webflow sind viele dieser Funktionen fester Bestandteil des Systems, und was fehlt, wird über eine Schnittstelle angebunden.

‍

So überzeugend diese Gründe sind, tauchen vor jedem Wechsel auch berechtigte Bedenken auf.

‍

‍

Bedenken und Einwände vor einem Wechsel

‍

Die Sorge um die Google-Platzierungen

Gute Rankings sind oft über Jahre gewachsen, und die Angst, sie mit einem Systemwechsel zu verlieren, höre ich in fast jedem Gespräch. Bei einer sauber geplanten Migration bleiben die Platzierungen erhalten, weil die alten Adressen auf die neuen Seiten weiterleiten und Titel, Beschreibungen und Bildtexte vollständig mitwandern. Webflow bringt alle dafür nötigen SEO-Funktionen ohne Zusatz-Plugin mit.

‍

Die laufenden Kosten

Wer nur die Lizenz vergleicht, hält WordPress für günstiger, weil das System kostenlos ist. Aber wenn Unternehmen ihre bisherigen Ausgaben für Hosting, Premium-Plugins, externe Dienste, Wartung und Entwicklerstunden zusammenrechnen, zeigt sich, dass Webflow im laufenden Betrieb häufig günstiger ist. Eine ausführliche Übersicht findest Du in meinem Beitrag Was kostet Webflow wirklich?

‍

Die Website mieten statt selbst hosten

Webflow ist eine Plattform, auf der die Website gegen eine monatliche Gebühr läuft, und das erzeugt eine Abhängigkeit. Bei WordPress gibt es diese Abhängigkeit aber auch, nur an anderer Stelle: bei Plugins, die sich nicht in ein anderes System übertragen lassen, und bei der Agentur, die die Installation kennt. Bei Webflow liegt der Site Plan direkt beim Unternehmen, der Projektzugang lässt sich an jeden anderen Webflow-Entwickler übergeben, und der Code kann jederzeit exportiert werden.

‍

Datenschutz bei einem US-Anbieter

Webflow hostet über CDNs auch in den USA, ist aber nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert. Für zertifizierte Unternehmen hat die EU-Kommission festgestellt, dass ihr Datenschutzniveau dem der DSGVO im Wesentlichen gleichwertig ist, und der Datentransfer ist damit rechtlich abgesichert. Ob eine Website datenschutzkonform läuft, entscheidet sich aber vor allem bei der Einrichtung. Ich binde Schriften deshalb lokal ein und lade Tracking erst nach aktiver Einwilligung. Viele meiner Projekte kommen sogar ganz ohne Cookie-Banner aus, weil Webflow selbst keine Marketing-Cookies setzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, geht die Einrichtung einmal mit der oder dem Datenschutzbeauftragten durch.

‍

Fehlende Plugins

Viele Funktionen, für die WordPress ein Plugin braucht, sind bei Webflow mit Bordmitteln verfügbar. Deshalb muss für die meisten Plugins kein Ersatz gesucht werden, und was Webflow nicht selbst mitbringt, lässt sich in der Regel über Webflow Apps oder eine Schnittstelle anbinden.

‍

‍

Was aus Deinen Plugins wird

‍

Bei einer Migration gehe ich die bestehenden Plugins gemeinsam mit dem Team durch und kläre für jedes, ob die Funktion noch gebraucht wird und wie sie in Webflow abgebildet wird. Die häufigsten Fälle sehen so aus:

‍

  • SEO-Plugins wie Yoast oder Rank Math: Meta-Angaben, Weiterleitungen und strukturierte Daten sind in Webflow eingebaut.
  • Formular-Plugins: Webflow hat eigene Formulare. Für Lead-Tracking und Marketing-Automation lässt sich HubSpot direkt anbinden.
  • Mehrsprachigkeit über WPML oder Weglot: Webflow bringt mit Localization eine eigene Lösung mit.
  • Tracking und Statistik: Matomo lässt sich in Webflow ohne Cookies einbinden und liefert trotzdem verlässliche Zahlen zu den Besuchen auf der Website. Google Analytics, Fathom oder andere Tools werden ohne Plugin eingebunden, am saubersten über den Google Tag Manager.
  • Stellenanzeigen: Offene Stellen aus Personio erscheinen automatisch auf der Karriereseite.
  • Cookie-Banner: Wird nur gebraucht, wenn Tracking oder externe Inhalte eingebunden sind, und lässt sich dann über einen Consent-Dienst ergänzen.

‍

Bei dieser Bestandsaufnahme stellt sich oft heraus, dass ein Teil der Plugins seit Jahren keine Aufgabe mehr erfüllt und nur noch aus Gewohnheit aktualisiert wird.

‍

‍

So läuft eine Migration von WordPress zu Webflow ab

‍

Eine Migration verläuft bei mir in vier Phasen, die je nach Projekt unterschiedlich viel Raum einnehmen.

‍

  1. Bestandsaufnahme: Ich schaue mir an, welche Seiten, Inhalte und Funktionen vorhanden sind, welche Seiten bei Google sichtbar sind und welche Plugins im Einsatz sind. Daraus entsteht die Liste dessen, was mitkommt, was überarbeitet wird und was wegfallen kann.
  2. Konzept und Neuaufbau: Auf dieser Grundlage entsteht die neue Website in Webflow. Die bestehende Website bleibt währenddessen unverändert online, gebaut und getestet wird in einer eigenen Vorschau-Umgebung.
  3. Umzug der Inhalte: Texte, Bilder und Blogbeiträge übertrage ich in das Webflow-CMS. Größere Archive mit mehreren Hundert Artikeln lassen sich dabei über Importe automatisieren, wie ich es im Eintrag Content-Migration zu Webflow beschreibe.
  4. Go-live: Zum Schluss werden die Weiterleitungen eingerichtet, die Domain wird umgestellt und die Website veröffentlicht. Danach arbeite ich das Team in die Pflege ein, damit es ab dem ersten Tag selbst Inhalte ändern kann.

‍

‍

Der Wechsel als Gelegenheit für Struktur, Design und Inhalte

‍

Eine WordPress-Website lässt sich in Webflow eins zu eins nachbauen, in den meisten Fällen lohnt sich aber ein Relaunch. Wenn die Website ohnehin komplett neu aufgebaut wird, ist das ein guter Zeitpunkt, alles einmal kritisch anzuschauen und dort nachzuschärfen, wo sich das Unternehmen seit dem letzten Relaunch weiterentwickelt hat.

‍

Struktur

Viele Websites bilden noch das Unternehmen ab, wie es beim letzten Relaunch aussah. Seitdem sind oft neue Bereiche dazugekommen, andere haben an Bedeutung verloren, oder ein Produkt verkauft sich so gut, dass es auf der Website mehr Raum verdient. Am Anfang steht deshalb die Frage, welche Probleme die Website für das Unternehmen lösen soll, etwa mehr qualifizierte Anfragen, mehr Bewerbungen oder weniger Rückfragen im Vertrieb. Daraus ergibt sich, welche Bereiche wo stehen und welches Gewicht sie bekommen.

‍

Design

Beim Design lohnt der Blick darauf, ob der Auftritt noch zeitgemäß wirkt und zur Marke passt. Oft lassen sich Inhalte besser portionieren, damit Besucher:innen schneller erfassen, worum es geht, und einzelne Leistungen oder Projekte bewusst als Highlights hervorheben.

‍

Inhalte

Auch Texte altern, und eine Ansprache, die vor fünf Jahren gepasst hat, kann heute steif oder austauschbar wirken. Dazu kommt die Frage, ob die Website die richtigen Zielgruppen anspricht und sie gezielt zu den Informationen führt, die sie suchen, sei es zu den Leistungen, zu den Referenzen oder zum Kontakt.

‍

Entscheidungen auf Basis von Daten

Bei all diesen Fragen helfen Daten mehr als Meinungen. Wenn ein Analyse-Tool wie Google Analytics oder Matomo im Einsatz ist, zeigen die Zahlen, welche Seiten besucht werden, wo Besucher:innen abspringen und über welche Wege Anfragen entstehen. Auf dieser Grundlage lässt sich klarer entscheiden, was bleibt und was wegfallen kann, als in einer Runde, in der jede Abteilung ihre Lieblingsseite verteidigt.

‍

‍

WordPress zu Webflow Migration: Zwei Beispiele aus der Praxis

‍

Wie unterschiedlich ein Wechsel aussehen kann, zeigen zwei Projekte, die vorher auf WordPress liefen.

‍

m&: Website-Relaunch im Zuge eines Markenrelaunchs

Die Zürcher Branding-Agentur m& baut Marken und Orte, zu ihren Kunden zählen unter anderem die Universität Zürich und die Mobiliar. Die alte WordPress-Website war in die Jahre gekommen und passte nicht mehr zur neuen Ausrichtung der Agentur. Der Wechsel zu Webflow war deshalb Teil eines kompletten Markenrelaunchs: Das neue Design entwickelte m& selbst, ich habe es pixelgenau in Webflow umgesetzt und mit dem Team eine Animationssprache erarbeitet, die sich durch die ganze Seite zieht. Aufgebaut ist die Website als modulares System, mit dem das Team neue Case Studies, Geschäftsbereiche oder Teamseiten eigenständig ergänzt, ohne die Struktur zu gefährden.

‍

Viandi Travel Group: Freshup und mehr Freiheit in der Pflege

Bei der Viandi Travel Group, einem etablierten Busunternehmen aus Baden-Baden, lag der Fall anders. Die Marke funktionierte, deshalb blieb das Logo, und die Farbwelt wurde nur geschärft. Der Wechsel zu Webflow war trotzdem ein bewusster Schritt, weil das Team flexibler in der Pflege werden und weniger von Plugins abhängen wollte. Heute legt Viandi neue Seiten und Landingpages selbst an, Anfragen laufen direkt ins CRM, und die Fahrzeugflotte ist mit konkreten Einsatzszenarien übersichtlich dargestellt. Mit dem Relaunch hat Viandi die Website außerdem neu auf seine Zielgruppen ausgerichtet, von Schulklassen über Unternehmen bis zu Sportteams.

‍

Beide Projekte zeigen, dass eine Migration nicht automatisch einen kompletten Neuanfang bedeutet. Wie weit sie geht, hängt davon ab, wo das Unternehmen steht und was die Website künftig leisten soll.

‍

‍

Wie lange eine Migration dauert und was sie kostet

‍

Die Dauer hängt vom Umfang der Website ab und davon, wie viel sich beim Wechsel ändern soll. Ein Relaunch mit neuem Konzept und Design dauert bei mir in der Regel zwischen 8 und 16 Wochen. Eine reine Migration, bei der Inhalte und Layout weitgehend übernommen werden, ist ab etwa 4 Wochen möglich.

‍

Bei den Kosten beginnt eine professionell entwickelte Unternehmenswebsite in Webflow bei 5.000 bis 8.000 Euro. Websites mit mehr Seiten, Integrationen und strategischer Konzeption liegen zwischen 8.000 und 16.000 Euro. Wie sich diese Spannen zusammensetzen, erkläre ich ausführlich im Beitrag Was kostet eine Webflow-Website 2026?

‍

Wenn Du überlegst, Deine WordPress-Website oder eine Website auf einem anderen System zu Webflow umzuziehen, freue ich mich über Deine Nachricht. In einem Erstgespräch schaue ich mir Deine aktuelle Website an und sage Dir offen, ob sich eine Migration oder ein Relaunch für Dich lohnt und mit welchem Aufwand Du rechnen kannst.

Zuletzt aktualisiert: 
22.10.2026

Über mich

Ein lächelnder Mann mit dunklem Bart und kurzem Haar, der die Arme vor der Brust verschränkt, vor einem grauen Hintergrund.

Fabian Walter

Webdesigner & Webflow-Experte

Website-Relaunch

Von der Konzeption bis zum Go-live: So begleite ich Website-Projekte

Aktuelle Referenzen

Hand hält Smartphone mit Website zur Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mit Schlüsselinfos und Bild von Gruppe an einem Tisch.

Vielfalt als Ausgangspunkt

Webdesign & Webflow-Entwicklung für den ITL Campus in Karlsruhe

Verwandte Beiträge

Insights

Warum KI Website-Sicherheit verändert

Guide

Vermeide diese 7 Fehler beim nächsten Relaunch

Ein lächelnder Mann mit dunklem Pullover und hellen Hosen sitzt entspannt in einem gepolsterten Stuhl vor einer Wand mit quadratischem Muster.

Ich bin Fabian Walter, Webdesign Freelancer & Webflow Experte

Mein Fokus liegt auf hochwertigen und individuellen Websites. Strategie, Design und professionelle Umsetzung gehen bei mir Hand in Hand, sodass Deine Marke ein digitales Zuhause bekommt, das Charakter zeigt, auf Deine Ziele einzahlt und zuverlässig funktioniert.

Fragen und Antworten zur Migration von WordPress zu Webflow

Ein bestehendes Layout lässt sich in Webflow nachbauen. Oft lohnt sich aber ein Relaunch, weil Inhalte und Struktur beim Wechsel ohnehin überarbeitet werden und sich Verbesserungen am Design mit wenig Mehraufwand einbauen lassen.

Die bestehende Website bleibt bis zum Go-live unverändert erreichbar. Die neue Website entsteht parallel in einer Vorschau-Umgebung und wird erst veröffentlicht, wenn alles getestet ist.

Die Domain bleibt bei Deinem bisherigen Anbieter und wird nur auf Webflow umgestellt. Deine E-Mail-Adressen laufen unabhängig von der Website weiter, solange die zugehörigen Einträge bei der Umstellung erhalten bleiben.

Ja, und zwar häufig einfacher als in WordPress. In der Webflow-Oberfläche pflegt Dein Team Texte, Bilder und Blogbeiträge selbst und legt neue Seiten aus vorbereiteten Bausteinen an. Nach einer Einarbeitung von wenigen Stunden arbeiten die meisten Teams ohne externe Hilfe.

Gerade bei kleinen Websites fallen die laufenden Wartungskosten von WordPress im Verhältnis stark ins Gewicht. Eine Migration ist hier schnell erledigt, und danach entfällt der Aufwand für Updates und Plugins dauerhaft.

Schwarz-weiß-Fotomontage eines Mannes mit Bart, der an einer Wand steht, unscharf und mit Bewegungseffekt.

Bereit für eine Website, die Dein Unternehmen voranbringt?

Dein nächstes Website-Projekt beginnt mit einem Gespräch. Ich nehme mir die Zeit, Dein Unternehmen und Deine Ziele zu verstehen. So entsteht keine Website von der Stange, sondern eine, die wirklich zu Dir passt.