Wie bindet man GA4 in Webflow ein?
Es gibt zwei Wege. Der erste ist der direkte Weg über die Webflow-Projekteinstellungen: Unter dem Reiter „Integrations” lässt sich eine Google Analytics Measurement-ID eintragen, die dann automatisch auf allen Seiten eingefügt wird. Das ist die schnellste Lösung für einfaches Seitenaufruf-Tracking.
Der zweite und flexiblere Weg führt über den Google Tag Manager: Den GTM-Code einmal im Custom Code-Bereich von Webflow hinterlegen, und von da an lassen sich alle Tags, Trigger und Variablen direkt im Tag Manager verwalten, ohne die Webflow-Projekteinstellungen nochmals anfassen zu müssen. Dieser Weg ist für Projekte empfehlenswert, bei denen neben GA4 noch weitere Tracking-Tools oder Pixel eingebunden werden sollen.
Was lässt sich mit GA4 in Webflow tracken?
Mit GA4 über den Google Tag Manager lässt sich in Webflow dasselbe tracken wie auf jeder anderen Website: Seitenaufrufe, Scroll-Tiefe, Klicks auf bestimmte Elemente, Formular-Abgaben, Button-Klicks und benutzerdefinierte Ereignisse. CMS-Seiten werden automatisch als individuelle Seitenaufrufe erfasst, sodass der Traffic auf einzelne Blog-Artikel oder Referenzprojekte sauber ausgewertet werden kann.
Was ist bei der DSGVO zu beachten?
Google Analytics setzt Tracking-Cookies und überträgt Daten an Google-Server in den USA. Das macht einen Cookie-Banner zur Pflicht, der die Einwilligung des Nutzers einholt, bevor das Tracking aktiv wird. In Webflow wird das über eine Consent-Management-Plattform wie Cookiebot oder Usercentrics gelöst, die ebenfalls über den Custom Code-Bereich eingebunden wird.
Wer auf einen Cookie-Banner verzichten möchte, kann als Alternative Matomo mit IP-Anonymisierung einsetzen, das in vielen Fällen ohne Einwilligung betrieben werden kann. Dazu gibt es einen eigenen Glossareintrag.
Mein Standpunkt zum Thema
Google Analytics ist für die meisten meiner Kunden das erste Tracking-Tool, das sie kennen und nutzen wollen. Die Einbindung in Webflow ist kein Thema, das läuft problemlos. Was ich in Projekten immer empfehle: den Google Tag Manager als Schaltzentrale nutzen, statt einzelne Tracking-Codes direkt in Webflow einzutragen. Das hält das Projekt sauber und gibt dem Marketing-Team die Flexibilität, Tags eigenständig zu verwalten, ohne jedes Mal den Entwickler zu brauchen.




