Was passiert bei einer Content-Migration konkret?
Vor der eigentlichen Übertragung steht ein Content-Audit: Welche Inhalte sind auf der bestehenden Website vorhanden, welche davon sind relevant genug für die neue Website und welche können gestrichen oder überarbeitet werden? Ein Wechsel zu Webflow ist oft auch eine gute Gelegenheit, veraltete Inhalte zu bereinigen, statt sie unreflektiert mitzunehmen.
Danach werden die Inhalte in die Webflow CMS Collections überführt. Webflow unterstützt den Import über CSV-Dateien, was die Übertragung großer Inhaltsmengen, etwa eines umfangreichen Blog-Archivs, erheblich beschleunigt. Bilder und Medien werden separat importiert und in der Webflow Asset-Bibliothek organisiert.
Was passiert mit der SEO bei einer Migration?
SEO ist der kritischste Punkt bei jeder Content-Migration. Bestehende URLs, die bei Google indexiert sind und über Backlinks Autorität aufgebaut haben, müssen mit 301-Redirects auf die neuen URLs weitergeleitet werden. Fehlen diese Redirects, verliert die Website Suchmaschinen-Rankings, die oft über Jahre aufgebaut wurden.
Dazu müssen Metadaten wie Title-Tags, Meta-Descriptions und Alt-Texte für Bilder korrekt in Webflow übernommen werden. Webflow bietet für alle diese Felder native Unterstützung, was die SEO-Migration im Vergleich zu manchen anderen Systemen strukturell vereinfacht.
Wie aufwendig ist eine Content-Migration?
Das hängt stark vom Umfang der bestehenden Website ab. Eine Website mit zehn statischen Seiten ist in wenigen Stunden migriert. Ein WordPress-Blog mit mehreren Hundert Artikeln, komplexen Kategoriestrukturen und vielen eingebetteten Medien erfordert deutlich mehr Planung und Zeit.
Webflow selbst bietet Migrations-Tools und dokumentierte Prozesse für den Wechsel von WordPress. Für größere Projekte gibt es außerdem spezialisierte Drittanbieter-Tools, die den Export aus WordPress und den Import in Webflow CMS automatisieren und so manuelle Übertragungsfehler reduzieren.
Was sollte vor der Migration geklärt sein?
Drei Fragen sollten vor dem Start beantwortet sein. Erstens: Welche Inhalte werden übernommen, welche nicht? Ein Content-Audit spart Zeit und verhindert, dass veraltete Seiten die neue Website belasten. Zweitens: Wie ändert sich die URL-Struktur, und welche 301-Redirects sind notwendig? Diese Liste muss vollständig sein, bevor die neue Website live geht. Drittens: Welche Metadaten müssen übertragen werden, und in welchem Format liegen sie vor? Je strukturierter die Ausgangsdaten, desto reibungsloser der Import.
Mein Standpunkt zum Thema
Content-Migration ist der Teil eines Webflow-Projekts, der am häufigsten unterschätzt wird. Der Aufbau der neuen Website ist sichtbar und macht Freude, die Migration bestehender Inhalte ist unsichtbare Arbeit, die aber über den Erfolg des Launches mitentscheidet. Ich plane diesen Schritt deshalb von Anfang an im Projekt ein: Content-Audit, URL-Mapping, Redirect-Liste. Was dabei oft entsteht, ist nicht nur eine migrierte Website, sondern eine inhaltlich bereinigter und besser strukturierte als die, die vorher da war.




