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Mehrsprachigkeit in Webflow: Wie funktioniert Webflow Localization?

Webflow Localization ist das integrierte Feature für mehrsprachige Websites, mit dem Inhalte in mehreren Sprachen verwaltet und ausgespielt werden können, ohne externe Plugins oder separate Website-Instanzen für jede Sprache.

Mehrsprachigkeit war lange einer der häufigsten Kritikpunkte an Webflow. Mit Webflow Localization hat die Plattform dafür eine native Lösung eingeführt, die direkt in den Designer und das CMS integriert ist, ohne externe Plugins wie WPML, das WordPress-Nutzer für Mehrsprachigkeit benötigen. Texte, Bilder und Metadaten lassen sich pro Sprache übersetzen, während Layout und Design einmal gepflegt werden und für alle Sprachversionen gelten.

Wie funktioniert Webflow Localization?

Webflow Localization arbeitet mit einer primären Sprache und beliebig vielen sekundären Sprachversionen. Wer eine zweite Sprache hinzufügt, bekommt für jedes Inhaltselement eine übersetzte Version, die unabhängig von der primären Sprache befüllt werden kann. Das Layout bleibt dabei identisch, nur die Inhalte wechseln.

Texte auf statischen Seiten, CMS-Inhalte und Metadaten wie Title-Tags und Meta-Descriptions lassen sich alle pro Sprache pflegen. Bilder können ebenfalls sprachspezifisch ausgetauscht werden, etwa wenn eine Grafik Text enthält, der übersetzt werden muss.

Was ist der Unterschied zu bisherigen Lösungen?

Vor Webflow Localization gab es für mehrsprachige Websites auf Webflow zwei Optionen: separate Website-Instanzen für jede Sprache oder Drittanbieter-Tools wie Weglot, die die Übersetzung nachträglich einblenden. Beide Ansätze haben Nachteile. Separate Instanzen bedeuten doppelten Pflegeaufwand, weil jede Designänderung auf allen Versionen eingepflegt werden muss. Drittanbieter-Tools sind einfach einzurichten, haben aber Auswirkungen auf die Performance und sind eine zusätzliche Abhängigkeit.

Webflow Localization löst das nativ: eine Website, ein Design, mehrere Sprachversionen. Änderungen am Layout gelten automatisch für alle Sprachen, Übersetzungen werden zentral in Webflow verwaltet.

Wie werden Übersetzungen gepflegt?

Übersetzungen können manuell im Webflow Designer oder über eine dedizierte Übersetzungsoberfläche eingepflegt werden. Für größere Übersetzungsprojekte unterstützt Webflow Localization außerdem den Import und Export von Übersetzungsdateien, was die Zusammenarbeit mit externen Übersetzungsagenturen vereinfacht. Maschinelle Übersetzung lässt sich als Ausgangspunkt nutzen, muss aber manuell geprüft und freigegeben werden.
Das Marketing-Team kann Übersetzungen in der Bearbeitungsansicht pflegen, ohne Zugang zum Designer zu brauchen. Dasselbe Prinzip wie bei einsprachigen Websites gilt auch hier: Layout und Design bleiben in den Händen von Fachleuten, Inhalte in den Händen des Teams.

Was kostet Webflow Localization?

Webflow Localization ist ein kostenpflichtiges Add-on, das zum Site Plan hinzugebucht wird. Der Einstieg kostet rund 8 Euro pro Monat und Sprache und deckt die grundlegende Übersetzung von Texten und CMS-Inhalten ab. Wer erweiterte Features wie Asset Localization (sprachspezifische Bilder und Medien), lokalisierte URLs, oder Automatic Visitor Routing (automatische Weiterleitung basierend auf Browsersprache oder Standort) benötigt, zahlt rund 25 Euro pro Monat.

Für Unternehmen, die bisher auf Drittanbieter-Tools wie Weglot gesetzt haben, lohnt sich ein Preisvergleich, da Localization in vielen Fällen günstiger oder zumindest vergleichbar ist und dafür tiefer in die Plattform integriert.

Mein Standpunkt zum Thema

Mehrsprachigkeit ist für viele meiner Kunden im Mittelstand ein wachsendes Thema. Was mich an Webflow Localization überzeugt: Die Funktion ist nativ im Tool, ohne externe Abhängigkeiten wie Weglot oder WPML, das WordPress-Nutzer als notwendiges Übel kennen. Eine Plattform, eine Oberfläche, eine Rechnung. Was ich dabei empfehle: Mehrsprachigkeit von Anfang an als Anforderung ins Projekt aufnehmen, nicht als nachträgliche Erweiterung.

Zuletzt aktualisiert: 
April 21, 2026

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Fabian Walter

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