Was ist ein Webflow Site Plan?
Der Site Plan ist der Plan, der an eine einzelne veröffentlichte Website gebunden ist. Er aktiviert die benutzerdefinierte Domain, das SSL-Zertifikat, Hosting auf der Webflow-Infrastruktur und je nach Plan CMS-Funktionen, Bandbreite und Kollaborationsfeatures für das Marketing-Team.
Nach dem Launch eines Projekts wird der Site Plan in der Regel vom Unternehmen selbst übernommen und direkt über den eigenen Webflow-Account verwaltet. Das bedeutet: volle Kontrolle über die eigene Website, unabhängig vom Dienstleister. Wer den Entwickler wechseln will, behält den Site Plan und damit die gesamte Website ohne Einschränkungen.
Was ist ein Webflow Workspace Plan?
Der Workspace Plan ist die Arbeitsumgebung des Webflow-Entwicklers oder der Agentur. Hier werden Projekte angelegt, entwickelt und verwaltet, bevor sie live gehen. Ein Workspace kann mehrere Projekte gleichzeitig enthalten, und je nach Plan können mehrere Personen gemeinsam darin arbeiten.
Für Unternehmen ist der Workspace Plan des Dienstleisters in der Regel nicht relevant und taucht in keiner ihrer Rechnungen auf. Es ist die Infrastruktur auf der Entwicklerseite, vergleichbar mit der Software-Lizenz eines Architekten für sein CAD-Programm. Das Ergebnis gehört dem Kunden, das Werkzeug dem Dienstleister.
Wer zahlt was?
Das ist die praktisch wichtigste Frage. Der Workspace Plan zahlt der Webflow-Entwickler oder die Agentur, als Teil ihrer eigenen Betriebskosten. Der Site Plan zahlt das Unternehmen nach dem Launch, als laufende Kosten für den Betrieb der eigenen Website.
Während der Entwicklungsphase läuft das Projekt im Workspace des Dienstleisters, ohne dass ein Site Plan nötig ist. Erst kurz vor dem Go-live wird der Site Plan aktiviert und die Domain verbunden. Ab diesem Zeitpunkt trägt das Unternehmen die Plankosten direkt, ohne Umweg über den Dienstleister.
Was passiert mit der Website, wenn man den Dienstleister wechselt?
Weil der Site Plan direkt an den Account des Unternehmens gebunden ist, bleibt die Website vollständig erhalten, wenn der Dienstleister wechselt. Ein neuer Webflow-Entwickler bekommt Zugang zum Projekt, kann Änderungen vornehmen und weiterentwickeln, ohne dass etwas neu aufgebaut werden muss. Das ist ein struktureller Unterschied zu Systemen, bei denen der Dienstleister Server und Zugänge kontrolliert und ein Wechsel mit erheblichem Aufwand verbunden ist.
Mein Standpunkt zum Thema
Ich erkläre diese Unterscheidung bei jedem Projekt-Onboarding, weil sie in der Praxis regelmäßig für Verwirrung sorgt. Was dabei wichtig ist: In den meisten Fällen brauchen meine Kunden nach dem Launch nur den Site Plan. Die Website wird in meinem Workspace entwickelt und fertig übergeben. Der kostenlose Workspace Plan reicht für das Unternehmen danach völlig aus, solange keine erweiterten Kollaborationsfunktionen oder zusätzliche Features wie Analyze oder Localization benötigt werden. Und weil der Site Plan direkt an den Account des Kunden gebunden ist, gehört die Website vollständig dem Unternehmen, ohne Abhängigkeit von meinem Account und ohne Aufwand bei einem späteren Dienstleisterwechsel.




