Warum kostet Webflow monatlich Geld?
Webflow ist ein SaaS-Produkt, also Software als Dienstleistung. Das bedeutet: Webflow betreibt die Infrastruktur, hält sie aktuell, sichert sie ab und entwickelt die Plattform laufend weiter. Im monatlichen Plan sind Hosting auf einer globalen CDN-Infrastruktur, automatisches SSL, Sicherheits-Updates und die gesamte Plattformwartung enthalten.
Das ist ein grundlegend anderes Modell als Open-Source-Systeme wie WordPress oder TYPO3, die kostenlos sind, aber selbst gehostet, gewartet und abgesichert werden müssen. Der Unterschied liegt nicht im Lizenzpreis, sondern darin, wer die Betriebsverantwortung trägt. Bei Webflow ist das Webflow. Bei WordPress ist es das Unternehmen, meistens über eine Agentur oder einen Entwickler.
Was ist in den Webflow-Plankosten enthalten?
Ein Webflow Site Plan deckt Hosting, SSL, Sicherheits-Updates und je nach Plan CMS-Funktionen, Bandbreite und Kollaborationsfeatures für das Marketing-Team ab. Was dabei wegfällt, ist das Wartungsbudget, das bei anderen Systemen regelmäßig anfällt: keine Plugin-Updates, keine PHP-Upgrades, keine Sicherheits-Patches, die manuell eingespielt werden müssen.
Für erweiterte Anforderungen gibt es kostenpflichtige Add-ons: Webflow Analyze für Website-Analytics, Webflow Optimize für A/B-Testing und Webflow Localization für mehrsprachige Websites. Auch WordPress und TYPO3 haben vergleichbare Funktionen, aber dort kommen sie über Plugin-Lizenzen oder Entwicklungsaufwand, nicht als integrierte Plattformfeatures.
Wie sieht der Kostenvergleich zu WordPress oder TYPO3 aus?
WordPress-Lizenzen sind kostenlos, aber der Betrieb ist es nicht. Hosting, Premium-Plugins, Backup-Lösung, Sicherheits-Plugin und ein jährliches Wartungsbudget für Entwicklerstunden summieren sich bei professionellen Websites schnell auf mehrere Tausend Euro pro Jahr. Bei TYPO3 ist der Aufwand durch Extensions-Pflege und Core-Upgrades noch höher.
Webflow Site Plans beginnen bei rund 14 Euro pro Monat, für Marketing-Teams mit CMS-Anforderungen sind Pläne ab rund 23 Euro monatlich relevant. Wer diese Kosten gegen den tatsächlichen Betriebsaufwand anderer Systeme rechnet, stellt oft fest, dass Webflow in der Gesamtrechnung günstiger ist als es auf den ersten Blick wirkt. Eine vollständige TCO-Rechnung mit konkreten Zahlen gibt es im ausführlichen Kostenartikel auf fabianwalter.design.
Amortisiert sich der Wechsel zu Webflow?
In den meisten Projekten, die ich betreue, ja. Was Unternehmen an Webflow-Plankosten zahlen, ist in der Regel deutlich geringer als das, was sie vorher für Hosting, Wartung und Entwickler-Kapazität für Routineaufgaben ausgegeben haben. Dazu kommt der indirekte Effekt: Wenn das Marketing-Team Inhalte eigenständig pflegen kann, entfallen Wartezeiten und Koordinationsaufwand, der intern Ressourcen bindet. Diese Rechnung geht oft schneller auf, als Unternehmen zu Beginn erwarten.
Mein Standpunkt zum Thema
Das Thema Webflow-Kosten ist eines der häufigsten in Erstgesprächen, und fast immer dreht es sich um denselben Denkfehler: Webflow wird mit dem Lizenzpreis von WordPress verglichen, nicht mit den tatsächlichen Betriebskosten. Ich habe dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben, der die Zahlen konkret gegenüberstellt. Was ich im Gespräch immer wieder erlebe: Sobald Unternehmen ihre bisherigen Jahreskosten für Hosting, Wartung und Entwicklerstunden zusammenrechnen, sieht Webflow plötzlich sehr attraktiv aus.




