Was kann man im Webflow Editor tun?
Im Editor gibt es je nach Rolle zwei Tätigkeitsbereiche. Content-Editoren können Texte direkt in der Seite anklicken und bearbeiten sowie Bilder austauschen und CMS-Einträge wie Blog-Artikel oder Referenzen ergänzen. Nutzer mit der Marketer-Rolle können darüber hinaus eigenständig komplett neue Seiten bauen: Sie wählen vorgefertigte Komponenten aus einer Bibliothek aus, setzen sie in dafür vorgesehene Seitenbereiche, sogenannte Page Slots, ein und passen Inhalte an. Alles passiert ohne eine einzige Codezeile.
Für wiederkehrende Seitentypen wie Kampagnenseiten, Event-Seiten oder Produktseiten können Designer außerdem statische Seitenvorlagen anlegen, von denen Marketer direkt starten können.
Wie schützt der Editor das Design?
Der Editor ist absichtlich eingeschränkt. Marketer können nur Komponenten in dafür vorgesehene Page Slots platzieren, also in Bereiche, die der Designer explizit dafür freigegeben hat. Außerhalb dieser Slots lässt sich nichts verschieben oder hinzufügen. Farben, Abstände, Typografie und Animationen bleiben unangetastet. Das Corporate Design bleibt konsistent, egal wie viele Personen an der Website arbeiten.
Über Rollen und Berechtigungen lässt sich zusätzlich steuern, wer Inhalte nur bearbeiten darf und wer sie auch veröffentlichen darf.
Was ist der Unterschied von Webflow Editor und Designer?
Der Designer ist die vollständige Entwicklungsumgebung, in der eine Website von Grund auf aufgebaut wird: Layouts, Komponenten, Design-Systeme, Animationen. Der Editor ist die vereinfachte Ansicht für den Alltag danach. Beide sind Teil derselben Plattform, richten sich aber an unterschiedliche Personen und Aufgaben. Der Designer bleibt beim Webflow-Entwickler, der Editor beim Marketing-Team.
Mein Standpunkt zum Thema
Nach jedem Projekt-Launch gehört eine strukturierte Einarbeitung der Kunden in den Webflow Editor für mich zum Standard. Das Entscheidende ist dabei nicht nur, was Marketer tun können, sondern auch was nicht: Die Grenzen sind so gesetzt, dass schnelles eigenständiges Arbeiten möglich ist, ohne dass etwas am Design oder den Funktionen der Website kaputtgehen kann. In der Praxis erlebe ich, dass Teams nach dieser Einarbeitung deutlich seltener externe Unterstützung brauchen als bei vergleichbaren WordPress-Projekten. Das ist der Punkt, an dem eine Website anfängt, wirklich für das Unternehmen zu arbeiten.




